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Stellenanzeigen mit Kick: 8 Tipps für mehr Bewerber:innen

Lesezeit: 4 Minuten

Stellenanzeigen mit Kick: 8 Tipps für mehr Bewerber:innen

Lesezeit: 4 Minuten

Eine Freelancerin, die im Cafe sitzt und Texte schreibt

Seien wir uns ehrlich: 98% der Stellenanzeigen sind langweilig. Generisch. Überfüllt mit Anforderungen, die kaum gelesen werden.

Das muss nicht sein!

Im Gegenteil.

Stellenanzeigen haben ein einziges Ziel. Interessent:innen überzeugen, dass ihr Unternehmen der beste Arbeitgeber der Welt ist.

Sie sollen anregen.

Neugierde wecken.

Zum Klick auf „Bewerben“ motivieren. (Wobei der Button durchaus anders als „Bewerben“ genannt werden kann. Mehr dazu weiter unten).

Mangelt es Ihnen an Bewerber:innen?

Dann könnte die Stellenanzeige schuld sein.

Folgende Maßnahmen führen zu mehr Bewerber:innen

  • Headlines attraktiv gestalten
  • Der Job ist der Star
  • Konkrete Ziele angeben
  • Stellenanzeige als Landingpage gestalten
  • CTA (Call to Action) pushen
  • Simples, ansprechendes Design
  • Muster meiden
  • Stellenanzeige anwerben – richtig

 

Ich beschreibe die Punkte sofort.

Dran bleiben!

Vorher möchte ich Ihnen eine interessante Umfrage ans Herz legen.

Es geht nur ums Geld!

In einer Linkedin Umfrage wurden 450 Personen eine Stellenanzeige vorgelegt. Sie wurden gebeten zu unterstreichen welche Stellen der Anzeige sie hilfreich und anregend empfanden. Und welche dazu führen sich zu bewerben.

Nur 28% aller Befragten empfinden die Unternehmenskultur als wichtig. Dasselbe gilt für die Mission eines Unternehmens (27%).

Das sitzt, oder?

Hingegen interessieren sich mehr als 60% für das Gehalt. Wer hätte das gedacht.

Eine Linkedin Umfrage zeigt welche Themen bei einer Stellenanzeige interessant sind

Worauf achten Bewerber:innen? In erster Linie an das Gehalt.

8 Tipps für Stellenanzeigen, die überzeugen!

Headlines, Headlines, Headlines!

Eine Headline – in diesem Fall der Titel des Jobs – ist der erste Kontakt von Bewerber:innen mit einer Stellenanzeige. Lässt sich der Titel kreativ gestalten? Ist „Mitarbeiter:in Marketing“ das Maß aller Dinge? Wo möglich sollte mehr Zeit in den Titel investiert werden. So stechen sie aus der Masse heraus.

Sie müssen sich vorstellen, dass User:innen z.B.: auf Jobportalen scrollen und Stellenanzeigen durchforsten. Eine kreative Überschrift kann zu einem Klick verleiten.

Der Job ist der Star. Nicht das Unternehmen.

Lange Beschreibungen über das Unternehmen zieren die meisten Stellenanzeigen. Sie werden aber kaum von Bewerber:innen gelesen. Wichtiger ist es den Job selbst in den Vordergrund zu stellen. Nachrangig informieren sich User:innen auf der Unternehmenswebsite über die Geschichte, die Philosophie und die Benefits. 

Ziele definieren und kommunizieren.

Bewerber:innen mögen klare Ziele. Das hat zwei Gründe. Erstens wird klargestellt, welche Erwartungen seitens des Unternehmens gewünscht sind. Zweitens ist ersichtlich, dass das Unternehmen seine Hausaufgaben erledigt hat. Damit ist die Rolle klar definiert.

Generische Anforderungen sind nichtssagend. Lieber konkret werden und Ziele nach SMART definieren.

So könnte eine Beschreibung lauten:

„In deinem ersten Jahr sorgst du für 10% mehr Umsatz im Bereich der Apotheken Großhändler“

„Am Ende des Jahres sollten 35.000 Follower:innen auf unseren Kanälen aktiv sein“

„Erstellung von 10 Markt- und Portfolioanalysen innerhalb der ersten 12 Wochen“

„Sie identifizieren neue Kooperationsmöglichkeiten und sorgen für 15 neue Kontakte zu Herstellern und Lieferanten“.

 So macht eine Stellenanzeige Sinn!

Stellenanzeigen wie eine Landingpage gestalten

Eine Landingpage ist eine Webseite auf die Bewerber:innen geführt werden. Hier: Die Stellenanzeige. Unabhängig der Quelle (Paid Ad, Direkt, Organisch) hat eine Landingpage ein Ziel: Interessent:innen zu Bewerber:innen machen.

CTA Button gestalten

Ein CTA (Call to Action) Button ist eine Aufforderung zu einem bestimmten Zweck. Im Fall von Stellenanzeigen sollen User:innen auf „Bewerben“, „Hier klicken“, etc. tippen.

Farben lösen unterschiedliche Emotionen aus, Quelle: Conversioner

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich folgende Dinge für einen CTA Button empfehlen:

 

  • Verwenden Sie einen Button/Text, der sich farblich vom Rest des Layouts unterscheidet. Er soll sofort ins Auge fallen. Farbpsychologie spielt hierbei eine wichtige Rolle. Je nach Hintergrund bieten sich Blau (vertrauenswürdig), Orange (optimistisch) oder Grün (Hoffnung) an.

 

  • Ein CTA Button pro Dokument. Geben Sie nicht einen Button UND eine Email Adresse an. Entweder, oder. Führen sie Bewerbe:innen gezielt zu einer Aktion.

 

  • „Bewerben“ und „Hier klicken“ liest man überall. Regen Sie die Phantasie der Bewerber:innen an und verwenden Sie lieber „Unsere Reise“, „Zum Traumjob“, oder „Teammitglied werden“.

Design: Simpel gestalten!

Das Design einer Stellenanzeige ist durchaus relevant. Ich würde dennoch nicht übermäßig viel Zeit damit verbringen.

Am Ende des Tages muss ein Design simpel und ansprechend sein. Und es darf nicht vom Inhalt ablenken. Kontrast ist das Um und Auf.

Ein Beispiel einer Stellenanzeige, die ich nicht sehr gelungen finde:

 

Stellenanzeige - Schlechter Kontrast führt zu erschwerter Lesbarkeit

Kontrast hilft bei der Lesbarkeit einer Stellenanzeige

Als Hintergrund wurde ein Bild genommen. Soll sein. Die Farbe des Textes bietet jedoch zu wenig Kontrast. Es macht die Stellenanzeige schwer leserlich.

Ein heller Hintergrund verlangt nach dunklen Textfarben. In diesem Fall wäre schwarz als Textfarbe besser.

Finger weg von Muster Stellenanzeigen

Ich kann nicht empfehlen Muster von Stellenanzeigen zu verwenden. Sie suchen nach besonderen Bewerber:innen und wollen diese mit generischen Stellenanzeigen erreichen? Das wird nicht klappen.

Sie wollen auch keine Muster von Bewerber:innen erhalten, oder?

Die Besetzung einer vakanten Position ist keine Einbahnstraße. Beide Parteien müssen sich Mühe geben. In Vorleistung gehen. Auch wenn es mühsam und zeitintensiv sein kann. Nichts ist teurer als nach drei Monaten erneut nach neuem Personal suchen zu müssen.

Sparen Sie langfristig und lassen Sie sich eine Stellenanzeige schreiben.

Bewerben Sie ihre Stellenanzeige!

Die Stellenanzeige ist erstellt. Zurücklehnen und abwarten?

Nein!

Klopfen sie auf den Busch!

Werben sie die Stellenanzeige überall an. Auf den sozialen Medien. Im Newsletter. Bei Mitarbeiter:innen (bitten sie um Weiterleitung).  Auf Jobportalen. Werden sie aktiv!

Kreative Stellenanzeigen – So kann es gehen!

Anbei ein paar Stellenanzeigen, die ich persönlich ansprechend finde. Sie sind anders. Kreativ. Trauen sich! Ich bin mir sicher, dass diese Anzeigen sehr viele Bewerber:innen erhalten haben.

 

Cosee

Cosee ist ein Software Dienstleister aus Darmstadt und bringt es auf den Punkt. Begonnen wird mit einem kurzen Überblick und einer CTA (Bewirb dich jetzt), die farblich auffällt.

 

Cosee Stellenanzeige

Quelle: Cosee Jobs

Conquest

Eine Werbeagentur aus Leonding, die sich schon fast lustig über Anforderungen macht. 

 

 

Stellenanzeige - Schlechter Kontrast führt zu erschwerter Lesbarkeit

Quelle: Conquest

VBZ Zürich

Ich liebe diesen Einblick in den Alltag der einzelnen Stellenanzeigen. Wenig Aufwand aber toller Einblick für mögliche Bewerber:innen. Plus: Keine Überraschungen!

 

 

Stellenanzeige - Schlechter Kontrast führt zu erschwerter Lesbarkeit

Quelle: VBZ Zürich

Finum Private Finanz AG

Alles andere als eine klassische Stellenanzeige. Eine, die aber definitv im Gedächtnis bleibt.

 

 

Stellenanzeige - Schlechter Kontrast führt zu erschwerter Lesbarkeit

Kanton Aargau

Genau hinsehen! 😉

 

 

Stellenanzeige - Schlechter Kontrast führt zu erschwerter Lesbarkeit

Stellenanzeigen müssen nicht langweilig sein. Im Gegenteil. Bei all der Konkurrenz darf es ruhig ein wenig mehr sein um aus der Masse herauszustechen.

 

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