Seite wählen

Wieso der Pflegeberuf (doch) geil ist

von Karriere in der Pflege

Gerade in Zeiten der Pandemie ist die Notwendigkeit einer professionellen Pflege stärker in den medialen Vordergrund gerückt. Die meist negativ behafteten Artikel handeln meist von “Pflegenotstand” und den schlechten Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. 

 

Ja es stimmt, die Situation in manchen Ländern Europas ist prekär. Das kann nicht beschönigt werden. Dies sind zum Teil politische und unternehmerische Entscheidungen, die eine negative Auswirkungen auf den Pflegeberuf haben. Das wird auch nicht von heute auf morgen besser werden. Das Thema wird meinerseits vielleicht ein anderes Mal bearbeitet. 

Nicht alles schlecht reden

 

Ich möchte dir dennoch zeigen, wieso der Pflegeberuf (doch) ganz geil ist. Mit den reißerischen Überschriften diverser Medien wird dieser Beruf sicher nicht attraktiv gemacht. Hätte ich mich vor meiner Ausbildung nur über die Medien informiert, wäre ich heute alles nur kein Dipl. Gesundheits, – und Krankenpfleger. Dabei hat der Pflegeberuf einige Vorteile und für viele ist es nach wie vor ein Traumjob. Nicht ohne Grund.

Mein wichtigster Grund warum der Pflegeberuf geil ist, steht übrigens am Ende des Artikels. Spoiler: Kein Grund den du erwarten würdest.

Fundierte, praxisorientierte Ausbildungs!

Egal für welche Ausbildung du dich entscheidest, sie wird die fundierte Theorie deines Alltags bilden. In der Ausbildung zu einem Pflegeberuf kriegst du das nötige Handwerk um die beste Pflege für deine PatientInnen zu liefern. 

 

Dabei wirst du viele Stunden in der Praxis verbringen und so dein Wissen verknüpfen und erweitern. Das ist ein riesen Vorteil! Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du bereits eine gewisse – praktische – Erfahrung. Gepaart mit deinem theoretischen Wissen kannst du im Pflegeberuf durchstarten. 

Keiner hat gesagt, dass es einfach wird! 😉

Pflegerisches und medizinisches Fachwissen (auch für deine Freunde)

Dein pflegerisches und medizinisches Wissen wird über die Jahre zu deinem persönlichen Schatz. Es ist schier unmöglich nichts Neues zu lernen. Es wird immer Themen geben, in die du dich einlesen kannst. Von deinem Wissen profitieren auch deine Familie und Freunde. 

 

Immer wieder werden Personen aus dem Pflegeberuf im private Bereich konsultiert. Und das gibt dir ein gutes Gefühl. Schließlich bist du Expertin in einem Thema.

Folge mir!

Die flexiblen Arbeitszeitmodelle

Teilzeit, Vollzeit, Geringfügig. 20 Stunden, 25 Stunden, 30 Stunden, 40 Stunden. Frühdienste. Spätdienste. Karenzmöglichkeiten. You name it! 

Kaum wie in einem anderen Beruf kann in der Pflege das Stundenausmaß frei gewählt werden. Nach der langen Ausbildung möchtest du Vollzeit arbeiten und volles Gehalt beziehen? Bitte! 

 

Lieber noch studieren? Reichen dir 20 oder 30 Stunden? Alles kein Problem. Keine Lust auf Nachtdienste oder Dienste am Wochenende? Vielleicht kannst du einen Job in einer Ambulanz, in einem Labor oder einer Tagesklinik ergattern. 

 

Wieso ist das eigentlich gut?

 

Weil Zeit für dich bleibt, wenn du es so möchtest! Es dient also deiner persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung.

Exklusive Beiträge per Newsletter erhalten

Über: Karriere in der Pflege, Tipps und Motivation! 

Weitere Ausbildung: Vertiefe dein Wissen oder werde zum Experten

Unabhängig davon ob du BSc./DGKP, PFA, oder PA bist oder werden möchtest: Deiner weiteren Entwicklung steht nichts im Wege. 

 

Im Bereich der Spezialisierungen kannst du in die Intensivpflege oder in den OP gehen. Du kannst LehrerIn werden. Oder du spezialisierst dich auf Kinder oder die Psychiatrie. 

 

Der ÖGKV hat eine lange Liste erstellt an möglichen Spezialisierungen und Weiterbildungen

 

In Abstimmung mit deinem Arbeitgeber können diverse Ausbildung während der Arbeitszeit gemacht werden und werden zum Teil auch (finanziell) gefördert. Je nach Interesse kannst du also deinen eigenen Weg gehen und deine Pflegekarriere formen, wie du möchtest. Wer weiß was sich daraus ergibt? Viele Pflegepersonen haben sich bereits als AromatherapeutInnen, WundmanagerInnen o.ä selbstständig gemacht. Auch das ist ein möglicher Weg. 

Krisensichere Branche

Ich muss es so sagen. Pflegepersonen wird es immer geben (müssen). Das Gesundheitswesen wie wir es kenne, gibt es nicht ohne Pflegepersonen. Es würde kollabieren. Unabhängig von den Arbeitsbedingungen (die auch in Österreich unterschiedlich sind), kannst du dir sicher sein einen krisensicheren Job zu haben. Selbst wenn ein Krankenhaus geschlossen werden sollte, wird das Angebot den Bedarf nicht decken können. 

 

Kann schon sein, dass du dann nicht mehr auf deiner auserkorenen Station arbeiten kannst. Hey, immer noch besser als arbeitslos sein. Einer der Gründe wieso ich mich selbstständig gemacht habe, ist eben dieser. Wenn alle Stricke reißen sollten, kann ich kommende Woche eine Stelle antreten und wieder regulär verdienen. Der Bedarf an Pflegekräften ist da und wird bleiben. Nicht umsonst möchte das Sozialministerium das Heft in die Hand nehmen

 

Sollte dies der Grund sein in den Pflegeberuf einzusteigen? Nein, wirklich nicht. Aber es darf definitiv eine Rolle spielen.

Lebenslange Freundschaften

Ganz ehrlich: Das ist für mich der wahre Grund warum der Pflegeberuf geil ist!

 

Ein gut funktionierendes Team ist das Um und Auf im Pflegeberuf. Natürlich ist einem nicht jeder oder jede sympathisch. Muss auch nicht sein. Wichtig ist, dass zusammen gearbeitet werden kann um das Beste für die PatientInnen zu liefern. 

 

Harte Dienste, Stress, beleidigende PatientInnen und schlaflose Nächte (und die Ruhetage danach) sind einfacher mit tollen KollegInnen zu überstehen. Je nach Situation kann eine ganz besondere Energie entstehen. Vor allem in harten Zeiten merkt man, dass das Team noch näher zusammengerückt und gemeinsam die Probleme beheben möchte. Das ist wirklich ein tolles Gefühl! 

 

Das schweißt zusammen.

 

Und aus KollegInnen werden FreundInnen.

Nicht umsonst habe ich oft von ehemaligen Kolleginnen gehört, dass “sie schon längst weg wären, wenn das Team nicht wäre”. Ich hatte Nachtdienste, die mir den letzten Nerv und sämtliche Energie gezogen haben. Aber mit einem Partner an der Seite geht vieles leichter von der Hand. 

 

Eine liebe Kollegin von mir treffe ich immer noch regelmäßig. Obwohl wir seit mehreren Jahren nicht mehr zusammen arbeiten, ist der Kontakt nie abgebrochen. Und das ist doch geil, oder? In all den Jahren ist mir dieser Zusammenhalt besonders im Pflegeberuf aufgefallen.  

Zusammenfassung

Viel konnte über den Pflegeberuf in den letzten Jahren gelesen werden. “Pflegenotstand”, schlechte Arbeitsbedingungen und ähnliches. Es stimmt, dass nicht alles rosig ist. Es gibt aber einige gute Gründe warum der Pflegeberuf doch geil sein kann. 

 

Die Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln sind ausgiebig. Im Vergleich zu anderen Branchen ist ein Job als Pflegeperson durchaus krisensicher. Und wer nicht möchte, kann es sich erlauben nicht Vollzeit zu arbeiten. Einem Studium oder anderen privaten Bedürfnissen, kann gut nachgegangen werden. 

Und zu guter letzt ist der Pflegeberuf eine tolle Möglichkeit um lebenslange FreundInnen zu finden. Glaube mir: Das ist der beste Grund für einen Einstieg in den Pflegeberuf. 

Hast du Fragen zum Pflegeberuf? Schreibe mir, ich helfe dir gerne!

 

Ich freue mich über jedes Kommentar!

Sharing is Caring!   🙂

Pin It on Pinterest