17 Winterharte Kräuter

Für den Garten & Balkon!

 

Winterharte Kräuter sind ideal wenn du auch im kommenden Jahr Kräuter ziehen möchtest. Dabei gibt es ein paar Dinge zu bedenken.

Ist jedes Kraut winterhart? 

Wie kannst du deine winterharten Kräuter im Garten oder Balkon schützen?

 

Dies kannst du im folgenden Beitrag lesen.

Viel Spaß!

Winterharte Kräuter: Gut geschützt durch die kalte Jahreszeit

Kräuter sollen Speisen das gewisse Etwas geben und verleihen einen interessanten, würzigen oder exotischen Geschmack. Viele hierzulande gern genutzte Kräuter stammen aber aus warmen Regionen und kommen mit niedrigen Temperaturen nicht gut klar. Dennoch: Auch mediterrane Pflanzen können winterharte Kräuter sein! Rosmarin, Basilikum und Co. lassen sich bei geeigneten Maßnahmen gut über die kalte Jahreszeit bringen.

Ernte auch bei Frost: Winterharte Kräuter in Garten und Balkon

 

Einige wenige winterharte Kräuter benötigen keinen zusätzlichen Schutz. Sie können auch im Winter geerntet werden, sollten aber dennoch keinen zu starken Frösten ausgesetzt sein:

 

 

 

1. Thymian

Einst kam der Thymian aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland und hat sich in zwischen gut eingerichtet. Er kommt mit den deutschen Wintern gut klar und kann diese je nach Sorte sogar im Freien überstehen. So kann zum Beispiel die Sorte Thymus x cheriloides auch im Winter geerntet werden.

2. Salbei

Der Echte Salbei verfeinert Speisen und dient als wirksamer Schleimlöser bei Husten, dann allerdings als Tee aufgekocht. Viele Sorten überwintern selbst im Garten problemlos (zum Beispiel Aurea), andere müssen ins Haus geholt werden (Elegans).

3. Rosmarin

Blue Winter ist eine Sorte des Rosmarins, die gut winterhart ist. Allerdings sollten auch keine strengen Fröste vorkommen, das ist selbst dem robustesten Rosmarin zu viel. Lieber steht er auf der Fensterbank und wartet dort auf den nächsten Frühling..

 

4. Lavendel

Echter Lavendel ist gut winterhart und kann bis zu – 15 °C aushalten. Diese sollten allerdings nicht langfristig auftreten, dann braucht der Lavendel Schutz. Ansonsten kann er auch im Winter geerntet werden.

 

5. Bohnenkraut

Das Bergbohnenkraut ist der Gegenspieler zum Sommerbohnenkraut. Letzteres ist einjährig, während das Bergbohnenkraut auch im Winter geerntet werden kann und im Frühjahr neu austreibt.

 

 

6. Oregano

Thumbles ist eine robuste Oregano-Sorte und übersteht auch kalte Winter. Alle anderen Sorten hingegen sollten eher ins Haus geholt werden, wenn es zu kalt zu werden droht.

 

 

7. Curry

Winterharte Kräuter kennen in ihrer Familie auch das Currykraut. Es ist robust und hält der kalten, trüben Jahreszeit stand, zu lange Frostperioden hingegen verträgt es nicht.

 

 

Winterharte Kräuter mit Austrieb im nächsten Frühjahr

 

 

 Winterharte Kräuter sind nicht alle auch im Winter zu ernten. Viele von ihnen überstehen die kalte Jahreszeit sehr gut, ziehen ihr Laub aber ein. Im Frühjahr hingegen treiben sie wieder neu aus und können wie gewohnt geerntet werden. Zu diesen zählen folgende Kräuter:

 

 

8. Schnittlauch

Schnittlauch wird im Herbst zurückgeschnitten, er treibt dann wieder neu aus. Wichtig ist, dass er auch im Winter nicht völlig austrocknen darf, an frostfreien Tagen sollte er daher ein wenig gegossen werden. Das gilt insbesondere für Topfkulturen.

 

9. Estragon

Estragon ist bedingt winterhart: Der russische Estragon findet Temperaturen bis – 10 °C nicht schlimm und wartet auf die folgende Wärme. Französische Sorten hingegen sind sehr empfindlich und treiben nach kalten Wintern meist nicht wieder neu. Sie brauchen einen entsprechenden Schutz vor Frost.

 

10. Bärlauch

Die Blätter des Bärlauchs werden lediglich von April bis Mai geerntet. Die Zwiebel jedoch verbleibt im Boden und lässt den Bärlauch im Frühling wieder austreiben.

 

 

11. Liebstöckel

Liebstöckel gehört zu den robustesten Kräutern und verträgt sogar bis – 20 °C ohne Schäden. Wichtig ist aber auch bei ihm, dass er wie der Schnittlauch nicht austrocknet. Ein wenig Gießen ist daher wichtig, wenn gerade frostfreie Tage sind. 

 

 

 

12. Minze 

 

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Pfefferminze kommt gut mit niedrigen Temperaturen klar, denn die unterirdischen Wurzelausläufer (Rhizome) verbleiben in der Erde und lassen die Pflanze im Frühling neu austreiben.

 

 

13. Waldmeister

 

Echter Waldmeister ist gut winterhart und braucht nur bei extremen Tiefsttemperaturen einen zusätzlichen Schutz aus Laub oder Zweigen von Nadelbäumen. Topfkulturen sollten über den Winter in den Keller oder in ein unbeheiztes Gewächshaus gestellt werden.

 

 

 

14. Arnika

 

Arnika stammt eigentlich aus den Alpen und verträgt dementsprechend sehr gut tiefe Temperaturen. Kein Frostschutz nötig!

 

 

 

15. Zitronenmelisse

 

Die Wurzeln sind tief in der Erde vergraben und überstehen sogar Temperaturen von weniger als –20 °C. Topfkulturen brauchen hingegen Schutz, damit die Wurzeln nicht durchfrieren.

 

 

 

 

16. Brennnessel

Die Brennnessel braucht keine Schutzmaßnahmen im Winter, sie ist sehr gut winterhart.

 

 

17. Baldrian

 

Baldrian ist winterhaft und braucht keinen besonderen Schutz. Da aber nur die Wurzeln verwendet werden, ist meist eine Neuanpflanzung im Frühling nötig, sollte die Pflanze nicht mehr genügend Kraft haben, um neu auszutreiben.

 

 

Schutzmaßnahmen bei Pflanzungen im Garten

 

Werden winterharte Kräuter im Garten gepflanzt, sind die Ansprüche sehr unterschiedlich. Einige Kräuter, die nur bis maximal – 10 °C aushalten, sollten zur Sicherheit einen besonderen Schutz erhalten. Das gilt vor allem dann, wenn absehbar ist, dass eine Periode mit sehr strengem Frost ansteht. Je weiter westlich in Österreich der Garten liegt, desto mehr Schutz ist in der Regel nötig: Die Winter sind in den Alpen nun einmal weitaus strenger als zum Beispiel in Wien und Umgebung.

 

Für winterharte Kräuter im Garten reicht es meist, diese im Herbst noch einmal zurückzuschneiden, wenn der letzte Austrieb beendet ist. Danach wird eine Schicht Laub aufgetragen, sie verbleibt dort bis im Frühling. Wichtig ist, dass das Laub nicht zu dicht liegt, gegebenenfalls muss es in den Zeiten, in denen gar kein Frost ist, noch einmal aufgelockert werden.

 

Andernfalls droht Fäulnis. Möglich ist auch das Abdecken mit Nadelzweigen. Vor allem Tanne und Fichte sind als Wärmespender gut geeignet und lassen sich luftig und dennoch warm über den Kräutern platzieren.

 

 

Winterharte Kräuter auf dem Balkon schützen

 

Werden Kräuter in große Kübel gepflanzt, sind diese meist so tief, dass auch die Wurzeln nicht durchfrieren können. Das ist Voraussetzung dafür, dass die Pflanzen im Winter nicht erfrieren.

Das Erdreich im Garten wird deutlich weniger kalt als die Erde in Kübel oder Topf! Für einige Pflanzen reicht ein geringer Schutz mit Reisigzweigen oder Laub, andere sollten ins Haus geholt werden. Vor allem, wenn der Balkon zur Ostseite hin liegt und hier der strenge Ostwind für deutlich niedrigere Temperaturen sorgt, kann eine Unterbringung der Pflanzen im (hellen) Keller oder im kleinen Gewächshaus sinnvoll sein.

Bitte nicht auf die Fensterbank stellen, hier ist es viel zu warm und die Pflanzen würden mit dem Austrieb beginnen. Sie benötigen jedoch ihre wohlverdiente Winterpause.

Teilweise ist es auch ausreichend, Töpfe und Kübel in Styropor einzuschlagen bzw. einen Rahmen aus Styropor zu bauen.

Dieses Material isoliert hervorragend gegen Kälte und sorgt dafür, dass die Kräuter die normalen deutschen Winter auch auf dem Balkon gut überstehen.

 

 

Kräuter gut durch die kalte Jahreszeit bringen: Gießen auch im Winter?

 

Wie bei Liebstöckel und Schnittlauch bereits erwähnt wurde, sollten winterharte Kräuter auch in der kalten Jahreszeit nicht austrocknen. Da der Frost aber das Wasser aus der Erde zieht und sie zu trocken werden lässt, ist das Gießen an frostfreien Tagen unbedingt empfehlenswert. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass es den Pflanzen schaden würde, wenn die Wurzeln feucht sind und Frost eintritt.

Vielmehr bildet das richtige Maß an Feuchtigkeit einen Schutzfilm. Ähnlich wie bei Obstbäumen, deren Blüten im Frühling durch Bestäuben mit Wasser vor den letzten Maifrösten geschützt werden, bekommen auch die Wurzeln der Kräuter Schutz durch einen Feuchtigkeitsfilm.

 

Wichtig ist aber, dass sie nicht zu nass sind, denn dann würden sie faulen. Die Pflanzen verbrauchen selbst nur ein geringes Maß an Wasser, da sie im Winter nicht wachsen. Daher bitte mäßig gießen und gleichmäßig feucht halten!

 

 

In aller Kürze und Würze: Wien | 1985 | Dipl. Krankenpfleger | Dipl. Kräuterpädagoge in Spe | Blogger | Ehemann

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Wichtige Information: Ich blogge hier über persönliche Erfahrungen bzw. recherchiere die hier vorgestellten Themen. Der hier publizierte Inhalt ersetzt keinen Arztbesuch. Ich beschreibe in meinen Posts nur Dinge, die das Wohlbefinden steigern können. Bei anhaltenden Beschwerden solltest du deinen Arzt konsultieren und dich niemals auf nur auf eine Therapieform verlassen!

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