Ich habe meine Destille mit Roggenmehl gereinigt!

Ist das empfehlenswert? Worauf muss geachtet werden?

Über die Vor, – und Nachteile dieser Art der Reinigung kannst du in diesem Post nachlesen!

Seit ich meine Ausbildung zum Kräuterpädagogen begonnen habe, bin ich mit einigen neuen Themen in Berührung gekommen. Eines davon sind Hydrolate. Von einem Vortragenden eher beiläufig erwähnt, wurde ich hellhörig als ich das Wort „Destillation“ hörte. Klingt ein wenig technisch, experimentell, dachte ich. Zumindest könnte mir dies mehr zusagen als Salben oder Lippenbalsam herzustellen.

Ich besorgte mir geeignete Literatur. Und eine Destille. In meinem Fall steht eine Alquitara mit einem Brennkesselvolumen von drei Litern in meiner Küche.

 

10 % Roggenmehl des Volumens deines Brennkessels – In meinem Fall 300 Gramm

Bevor eine Destille in Betrieb genommen wird, sollte sie gereinigt werden. Bei der Herstellung einer Destille entsteht Kupfersulphat, welches mit einer ersten, reinigenden Destillation entfernt wird. Danach kann mit einer Destillation von Kräutern, oder anderem Material begonnen werden.

Der Verkäufer der Destille (siehe Destillatio) empfiehlt im Beizettel eine Reinigung mit Roggenmehl. Altertümlich? Scheint so. Im Internet finden sich viele Empfehlungen. Viele Personen reinigen ihre Destille mit einer Destillation mit Wasser.

 

Nun, ich wollte zumindest einmal eine Reinigung mit Roggenmehl machen um mir diese Erfahrung anzueignen.

 

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Reinigung mit Roggenmehl – Der Vorgang

 

 

Dafür befülle in den Brennkessel mit 2,5 Liter Wasser und lasse dieses bei voller Hitze aufkochen. Sobald das Wasser kocht, kann das Roggenmehl in einem Verhältnis von 10 % (zum Volumen des Brennkessels) zugefügt werden. In meinem Fall waren das 300 Gramm Roggenmehl. Hitze runter, gut umrühren und die Destille vollständig zusammensetzen und abdichten.

Lässt man etwas Roggenmehl zur Seite, kann dieser Rest verwendet werden um die Destille abzudichten. Dafür wird das Mehl mit Wasser gemischt, bist eine Art Paste entsteht. Hier bitte nach Gefühl vorgehen. Ich habe keine genauen Angaben bezüglich des Wassers zu Mehl Verhältnisses. Die Paste kann anschließend bei den Verbindungen aufgetragen werden. Ich muss sagen, dass diese Paste sehr gut abdichtet. Besser als gedacht.

Die Roggenmehl Paste wird an den Verbindungstücken der Destille verteilt. Keine saubere Angelegenheit!

Im Hut wird das Kühlwasser hinzugefügt und die Hitze erhöht. Recht schnell rinnt über das Geistrohr das destillierte Roggenmehl aus. Ich lasse die Destille ca. 30 Minuten laufen und bemerke schnell, dass keine Flüssigkeit mehr aus der Destille austritt. Natürlich werde ich da hellhörig und drehe die Flamme ab, da ich eine Befürchtung habe: Die Destille läuft heiß. Dies kann passieren, wenn kein Wasser mehr im Brennkessel vorhanden ist. Im schlimmsten Fall kann die Destille so zerstört werden.

 

Die Roggenmehl – Methode

Vorteile & Nachteile

 

 

Vorteile: 

– Dichtung mit Roggnmehl ist toll (umweltfreundlich und kostengünstig)

 

Nachteile: 

– Zu viel Roggenmehl führt zu einem Anbrennen

– Schwer zu kontrollieren

– Mühsame Reinigung im Nachgang 

 

 

Beinahe die Katastrophe

Beim Entfernen der einzelnen Teile, bemerke ich, dass noch genug Material vorhanden ist. Ich empfand den Vorgang als lang genug und beginne deshalb mit der Reinigung. Sobald der Brennkessel entleert ist, entdecke ich angebrannte Roggenmehlklumpen auf dem Boden. Nicht viel länger und ich hätte eine neue Destille ordern können. Hier ist also Vorsicht geboten!

Was habe ich falsch gemacht?

Ich habe auf die Empfehlung vertraut, 10% Roggenmehl zu verwenden. Ich denke, dass ist zu viel. 5% reichen sicher aus. In meinem Fall sind das 150 Gramm.

Das Roggenmehl habe ich recht rasch hinzugefügt. Und obwohl ich gleich umgerührt habe, sind Klumpen im Wasser geblieben. Ich dachte, diese könnten zerkocht werden. Falsch gedacht. Eben diese Klumpen sanken zu Boden und brannten dort an.

Die nachträgliche Reinigung hat mich eine Stunde beschäftigt. Mit warmem Wasser und Apfelessig konnte ich die angebrannten Reste entfernen und meine Destille noch retten. Glück gehabt.

 

 

Mein Fazit:

Eine Destille mit Roggenmehl zu reinigen hat vielleicht om großen Stil seine Vorteile. Im häuslichen Bereich ist diese Art der Reinigung etwas mühsam und schwer zu kontrollieren. Die Reinigung sämtlicher Utensilien ist ebenso zeitaufwändig. Ich habe diese Methode gewählt, da sie traditionell so verwendet wurde und in manchen Region der Welt sicher noch angwewandt wird. Eine Erfahrung reicher bin ich allemal.

 

Wie reinigst du deine Destille? Hast schon Erfahrungen mit Roggenmehl gemacht? Schreibe mir einen Kommentar!

 

 

 

 

 

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