Ätherische öle sicher anwenden (und kaufen)

Schnell mal ätherische Öle kaufen? Kann ich dir nur empfehlen. Es sind tolle Naturprodukte, die du verwenden kannst. Vorsicht ist beim Kauf und bei der Anwendung angeraten!

Safety first. So lapidar wie der englische Spruch klingt, so wichtig ist er in seiner Aussage. Ich kann es nicht oft genug erwähnen: Informiere dich über ätherische Öle um dir und deinen Liebsten einen sicheren Umgang zu ermöglichen. Dieser Beitrag gibt einen kurzen Einblick in die Welt der ätherischen Öle und zeigt anschließend wie du qualitativ hochwertige Öle erkennst.

 

 

Über Wirkungen und Nebenwirkungen 

 

Dabei geht es mir nicht darum Angst zu verbreiten, da ätherische Öle kaum Nebenwirkungen haben, wenn sie richtig eingesetzt werden. Es gibt jedoch Öle, die vor allem die Haut reizen können. Das Zimtöl ist eines davon. Und wer sich schon mal – so wie ich – pures Pfefferminzöl auf die Schläfen geschmiert hat, der weiß welche Kraft so ein ätherisches Öl hat. Don`t try this at home!

 

 

Dennoch: Ätherische Öle sind in ihrem Wesen sicher anzuwenden. Manchmal fehlt mir etwas der Bezug zur Schulmedizin. Frei verkäufliche Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten, werden ohne Bedenken auf täglicher Basis genommen. Dabei ist bekannt, dass die Nebenwirkungen erheblich sein können, wie eine 2009 im The American Laryngological erschienene Studie zeigt.

Wir vertrauen auf die Meinung von Ärzten und Drogisten. In den meisten Fällen auch zu Recht. Blindes Vertrauen ist aber kein guter Ratgeber und die Zeit nachzufragen ist selten vorhanden.

 

 

 

Weißt du eigentlich warum Medikamente so viele Nebenwirkungen haben?

Eine Vermutung liegt nahe, dass die aus Pflanzen isolierten Wirkstoffe nicht mehr das ursprüngliche Gleichgewicht haben. Eine Pflanze hat teilweise hundertfache Inhaltsstoffe, die sich in einem Zusammenhang befinden und Ausgewogenheit garantieren.

Wird nun ein Wirkstoff (z.B.: die Digitalisglykoside aus dem Fingerhut) extrahiert, fehlen dem Medikament die weiteren Inhaltsstoffe, die sich in der Pflanze befinden und für Ausgewogenheit sorgen.

Unser Körper kann dies in manchen Fällen nicht und reagiert dementsprechend mit Ausschlägen und anderen Symptomen. Natürlich gibt es auch beim Konsum von Pflanzen Nebenwirkungen und wer kiloweise Löwenzahn isst, wird sich einen Krankenhausaufenthalt nicht ersparen. Mahlzeit!

Kritisches Hinterfragen ist sowohl in der Schulmedizin, als auch bei alternativen Methoden angebracht.

Wie erkennst du nun ein qualitativ hochwertiges ätherisches Öl?  

 

Der bequemste Weg ätherische Öle zu kaufen ist über das Internet. An Anbietern mangelt es nicht. Wer sich mit der Thematik beschäftigt wird schnell fündig werden. Doch welche Produkte sind zu empfehlen?

 

Ich habe bisher bei diesen Firmen bestellt und gute Erfahrungen gemacht:

 

Naissance

 

Eine britische Firma mit einem Vertriebssitz in Deutschland. Ich habe zum ersten Mal von ihnen im Kurs zum Kräuterpädagogen gehört. Eines vorweg: Damals habe ich eher auf den Preis als auf die Qualität geachtet (ich wusste es damals nicht besser). Das Teebaumöl gibt es in der 50ml Variante bereits für €12. Dieser Preis macht mich heute etwas stutzig, wobei ich das Öl zu Hause habe und es absolut hochwertig ist.

 

Bettina von Stardust and Pantries hat das Hagebuttenöl von Naissance acht Monate lange getestet und einen Beitrag dazu verfasst. Lesen lohnt sich! 

 

Ich werde dennoch erfahrene Kollegen fragen und hier berichten. Demnach empfehle ich die Firma nicht und rate aber auch nicht ab.

 

Farfalla

 

Eine Firma aus der Schweiz, die vor allem im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist. Gibt es seit über 30 Jahren und legt einen hohen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Evelyn Deutsch von der Aromaschule schwört auf die Produkte und hegt eine enge Partnerschaft. Hier kannst du bedenkenlos bestellen.

 

Florihana

 

Mein Geheimtipp. Florihana ist eine kleine Firma im südlichen Frankreich und bietet eine tolle Qualität. Für jedes Produkt gibt es ein Datenblatt mit Informationen über die Destillation, Verpackung und Herkunft der Materialien. Zudem werden die Mengen nicht wie üblich in ml, sondern in mg angegeben. Den Grund kannst du auf der Seite nachlesen!

 

Einen Beitrag, den ich zu dem Thema empfehlen kann findest du auf dem Blog von Eliane Zimmermann. Sie hat Jahrzehnte lange Erfahrung mit ätherischen Ölen und auch mit den produzierenden Firmen.

 

Kann Ingwer Muskelschmerzen reduzieren?

 

Ich habe in einem Beitrag über Ingwer viele interessante Studien gelesen. Die Knolle kann einiges und hilft vor allem bei Übelkeit. Auch das ätherische Ingweröl enthält tolle Inhaltsstoffe. 

Wenn du deine Öle lieber im Einzelhandel kaufen möchtest, spricht nichts dagegen. Achte jedoch auf die folgenden Punkte um ein qualitativ hochwertiges Produkt mit nach Hause zu nehmen:

 

Der Preis

 

Gleich vorweg: Für € 2,49 wirst du kein 100% natürliches ätherisches Öl bekommen. Um ein reines ätherisches Öl zu gewinnen, brauchst du mehrere hundert Kilo an Pflanzenmaterial, einen erfahrenen Destillateur und Zeit. Diese Komponenten machen ätherische Öle zu keinem Schnäppchen.

 

 

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Das Produktetikett

 

Das Etikett ist der wichtigste Anhaltspunkt, dem man bei einem Kauf im Handel hat. Hier ist besonders Vorsicht geboten, da Firmen Wörter einsetzen um etwas zu suggerieren. Generell kann man sagen: Wenn du Parfüm, „zur Raumbeduftung“ und 100% reines Öl liest, solltest du unbedingt die Rückseite genauer lesen.

 

Folgende Bezeichnungen sollten auf einem ätherischen Öl stehen (vgl. Eliane Zimmermann):

 

– 100% natürliches ätherisches Öl

– Deutscher/botanischer Name des Öls (z.B.: Echter Lavendel – Lavandula angustifolia)

– Ursprungsland des Öls (bzw. Ursprungsland des Pflanzenmaterials)

– Pflanzenteil, welcher bearbeitet wurde und sofern notwendig, der Chemotyp (z.B.: Thymus vulgaris CT Thymol oder Thymus vulgaris CT Linalool)

 

Art des Pflanzenanbaus

– kontrolliert biologischer Anbau (kbA)

– konventioneller Anbau

– Wildsammlung oder kontrollierte Wildsammlung

 

Gewinnungsverfahren

– Destillation (Wasser, Wasserdampf), per Destillation gewonnenes Jasminöl hat nichts mit einem ätherischen Öl zu tun

– Kaltpressung

– Alkoholextraktion

– Extraktion mittels Lösungsmittel (z.B.: Hexan im Falle von Jasminöl)

– Art des Verdünnungsmittels (z.B.: Weingeist oder Jojoba) und das Mischverhältnis in % bei zähflüssigen Extrakten (Vanille, Benzoe, Mimose, Jasmin,Tonka) 

Sonstiges

– Füllmenge

– Chargennummer und/oder Verfallsdatum

– Vermerk: Bestimmungszweck des Öls (Raumbeduftung, Aromapflege, etc.)

– Evtl. Vermerk: „Lichtgeschützt und nicht über 30° lagern – feuergefährlich“; 

– Herstellerfirma 

– Gefahrenstoffzeichen laut EU-Verordnung

Zudem sollte eine Kindersicherung und ein Tropfenzähler vorhanden sein. 

 

 

Ätherische Öle sind leicht entzündlich und sollten demnach wie Reinigungsmittel keinen Zugang für Kindern haben!

Ich hoffe der Beitrag konnten dir einen Einblick in die Welt der ätherischen Öle geben. Zudem ist mir wichtig, dass du weißt wie du ein hochwertiges Öl erkennst. Als Konsument werden wir viel zu oft in die Irre geführt und in einem guten Glauben gelassen. Ätherische Öle, die wir als Kosmetik oder Gebrauchsgegenstand verwenden, sollten deshalb nichts als rein sein!

Quellen: 

Zimmermann, E. (2011, Seite 86). Aromatherapie für Pflege – und Heilberufe. In E. Zimmermann. Stuttgart: MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH.

 

 

 

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In aller Kürze und Würze: Wien | 1985 | Dipl. Krankenpfleger | Dipl. Kräuterpädagoge in Spe | Blogger | Ehemann

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Wichtige Information: Ich blogge hier über persönliche Erfahrungen bzw. recherchiere die hier vorgestellten Themen. Der hier publizierte Inhalt ersetzt keinen Arztbesuch. Ich beschreibe in meinen Posts nur Dinge, die das Wohlbefinden steigern können. Bei anhaltenden Beschwerden solltest du deinen Arzt konsultieren und dich niemals auf nur auf eine Therapieform verlassen!

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